Kranz stecken oder binden – so gestaltest Du deinen perfekten Kranz

Kränze sind ein wundervoller Begleiter durchs ganze Jahr.

Ob als Willkommensgruß, Tisch- oder Wanddeko sind sie immer wieder ein echter Hingucker. Zu jeder Jahreszeit gibt es Blumen oder Greenery, dass sich toll zu einem Kranz verarbeiten lässt.

Einfach ein echter All Time-Favorit.

Leider trauen sich viele nicht daran, Kränze selber zu machen. Daher möchte ich Dir in diesem DIY die grundlegenden Techniken und deren Unterschiede erklären, damit Du diese dann auch auf andere Blumen übertragen kannst.

Hier mal vorab eine Übersicht der Merkmale, der jeweiligen Technik:

Stecken:

– Blumen bleiben über Tage frisch, da gewässert wird
– Ist auch für Anfänger sehr einfach
– Dauert etwas länger
– Ist kostenaufwändiger
– Blütenansicht von oben / wirkt akkurater

Binden:

– Die Blumen trocknen ein
– Etwas schwieriger
– Kostengünstig
– Wirkt locker und fluffig durch eine seitliche Ansicht der Blüten

Um die unterschiedlichen Techniken gut zeigen zu können, habe ich mich für Schleierkraut entschieden. Hierbei wird die unterschiedliche Optik deutlich, denn ein gesteckter Kranz wirkt akkurater und man schaut durch die gerade Stängel Richtung eher in die Blüten hinein.

Ein gebundener Kranz wirkt meist etwas lockerer und “fluffiger“ und man sieht die Blüten etwas mehr aus der Seitenansicht.

Ein ganz wichtiger Unterschied zwischen beiden Varianten ist das Erhalten der Frische. Wenn man eine Steckschaum-Unterlage benutzt, lässt man diese erst mit Wasser vollsaugen, so dass die gesteckten Blumen über mehrere Tage frisch bleiben. Für gebundene Kränze sollte man entweder Blumen wählen, die auch eingetrocknet schön aussehen, oder den Kranz einfach recht zeitnah verwenden.

Mein Tipp für eine lange Haltbarkeit bei beiden Varianten ist das Kühlstellen. Selbst wenn Du den Kranz nur abends nach Draußen stellst wird er sich um einiges länger frisch halten.

Anleitung Kranz stecken

Bearbeitungszeit 60 min.

Kosten ab 28 € bei einem Kranzdurchmesser von ca. 30 cm

Schritt 1: Blumen Wasser ziehen lassen

Wichtig bei beiden Varianten ist es, die Blumen zuerst mindestens eine halbe Stunde lang frisch angeschnitten in frisches Wasser zu stellen.  So werden die Stängel nochmal richtig fest und lassen sich gut verarbeiten.

 

Schritt 2: Steckmosy Wasser ziehen lassen

Die Steckschaumunterlage mit dem Schaum nach unten für einige Minuten ins Wasser legen. So kann er sich wie ein Schwamm vollsaugen.

Auf dem Tisch und an der Wand sorgt dann das Unterteil aus Plastik dafür, dass das Wasser da bleibt wo es hingehört und keine Wasserflecken entstehen.

 

Schritt 3: Materialien vorbereiten

Zum Stecken des Kranzes benötigst Du kleinere Stiele.

Kürze die Blumen deshalb auf ca. 5-7 cm unter der Blüte. Falls Du dir nicht sicher bist kannst Du die Stiele besser etwas länger lassen und beim Verarbeiten nochmal ein bisschen einkürzen.

 

Schritt 4: Stecken

Nimm einfach immer 2-3 Stielchen zusammen und drücke sie unten wie zu einem kleinen Strauß zusammen. Dann kannst Du sie in das Steckmosy stecken. Die unterschiedlichen längen kannst Du einfach ausgleichen indem du die längeren Stiele etwas tiefer in den Steckschaum drückst und die kürzeren Sträußchen nur wenig reinsteckst. So ergeben die Blüten ein schön einheitliches Bild. Am besten funktioniert es, wenn du Mittig auf dem Kranz mit einem Sträußchen anfängst, dann die Kranzmitte und die Außenseite ergänzt und Dich so Reihe für Reihe -dicht an dicht- weiterarbeitest.

Schritt 5: Das Ende schließen

Wichtig ist, dass Du bei der letzten Reihe die Blumen vom Anfang ein wenig zur Seite hältst. So sieht später keiner wo Anfang und Ende des Kranzes sind. Es entsteht ein nahtloser Übergang.

Anleitung Kranz binden

Bearbeitungszeit 40 min.

Kosten ab 21 € bei einem Kranzdurchmesser von ca. 30 cm

Schritt 1: Blumen Wasser ziehen lassen

Wichtig bei beiden Varianten ist es, die Blumen zuerst mindestens eine halbe Stunde lang frisch angeschnitten in frisches Wasser zu stellen.  So werden die Stängel nochmal richtig fest und lassen sich gut verarbeiten.

 

Schritt 2: Materialien vorbereiten

Zum stecken des Kranzes benötigst Du kleinere Stiele.

Kürze die Blumen deshalb auf ca. 7-9 cm unter der Blühte. Falls Du dir nicht sicher bist kannst Du die Stiele besser etwas länger lassen und beim Verarbeiten nochmal ein bisschen einkürzen.

 

Schritt 3: Binden des Kranzes

Wenn Du möchtest, dass der Strohrömer sich gut versteckt kannst Du ihn zuerst einfach mit Floristentape umwickeln. Wenn du den Kranz üppig bindest ist vom Strohrömer nachher kaum etwas zu sehen, weshalb ich Dir guten Gewissens raten kann es weg zu lassen.

Als erstes solltest Du den Bindedraht am Strohrömer befestigen indem Du ihn einmal um den Kranz wickelst und das Ende einmal um den Draht wickelst, sodass eine Art Knoten entsteht.

Dann nimm einfach immer 2-3 Stiele und lege sie wie kleine Sträußchen an den Strohrömer an. Halte die Blumen mit der einen Hand fest und mit der anderen Hand wickelst Du den Draht zweimal um die Blumenstiele samt dem Strohrömer. Das nächste Sträußchen legst Du dann sehr dicht Blüte an Blüte und umwickelst ab da nur noch einmal pro Sträußchen. Am besten arbeitest Du Dich auch hier wieder Reihe für Reihe vor bis Du am Ende angekommen bist. So wird im Innen-, und Außenbereich nichts vergessen.

 

Schritt 4: Das Ende binden

Wenn Du am Ende angekommen bist, ist es wichtig, dass Du das obere von den Anfangs-Sträußchen anhebst, die Stiele vom letzten darunterhebst und hier auch noch mal drei Mal mit Draht wickelst.

So entsteht ein nahtloser Übergang und kein Anfang oder Ende ist zu sehen.

Den Draht kannst Du einfach auf der Rückseite mit dem Seitenschneider abschneiden.

 

Schritt 5: Fehler ausmerzen 😉

Zum Schluss kannst Du in eventuell gebliebene Lücken einfach mit Hilfe der Patenthaften zwischen die Blüten noch ein paar Sträußchen nachstecken. Am besten achtest Du dabei auf die Binderichtung

Zu lang überstehende Blüten kann man bei verzweigten Blumen einfach im Nachhinein vorsichtig abschneiden.

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Über Anja Reckendrees

Aufgewachsen auf einem idyllischen Hof an der niederländischen Grenze legte mir meine Mutter, eine ausgebildete Floristin, die Liebe und Begeisterung für Blumen und alles Schönem mit in die Wiege. Als Fotografin darf ich mich nun heute den ganzen Tag den schönsten Seiten des Lebens widmen. Meine floristische Erfahrung und mein Wissen teile ich mit euch in unserem Podcast "Frisch angeschnitten" und hier im BlumiMag.

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